• Typ: Vortrag
  • Datum: 07.05.2026

"Die nationalsozialistische Homosexuellenverfolgung. Biographische Annäherungen"

Homosexuelle Männer waren im Nationalsozialismus einer Vielzahl von Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt, von der namentlichen Erfassung und Überwachung, brutalen Polizeiverhören, Gefängnis- und Zuchthausstrafen bis hin zur Einweisung in Konzentrationslager.

Während diese Geschichte in ihren Grundzügen durch eine vor allem aktengestütze historische Forschung mittlerweile nachgezeichnet worden ist, ist über die individuellen Biographien der verfolgten homosexuellen Männer öffentlich bisher nur wenig bekannt, auch weil die Fortsetzung der massiven strafrechtlichen Verfolgung Homosexueller in der Bundesrepublik zur Folge hatte, dass es nur wenige Selbstzeugnisse aus dieser Verfolgtengruppe gibt. 

Vor allem durch lokal- und regionalhistorische Untersuchungen ist es jedoch gleichwohl gelungen, diese Lücke ein wenig zu schliessen. 

In seinem Vortrag stellt Thomas Rahe einige dieser Biographien vor, u.a. von vier im KZ Bergen-Belsen inhaftierten Homosexuellen, von zwei Häftlingen, die u.a. in der Strafanstalt Wolfenbüttel inhaftiert waren und von Leopold Obermayer, der als Jude und Homosexueller doppelt stigmatisiert und verfolgt wurde.

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