Über das Projekt

Interaktiv und multimedial
Ein im Eingangsbereich des Dokumentationszentrums installierter Multitouchscreen zeigt eine Karte des Landes Braunschweig. Die Medienwand ist interaktiv gestaltet: Besucher*innen haben die Möglichkeit, die rund 70 Außenorte des Strafgefängnisses auszuwählen und detaillierte Informationen, historische Dokumente sowie Fotos einzusehen. Die Medienwand veranschaulicht nicht nur die weitreichende Vernetzung des Strafgefängnisses Wolfenbüttel vom Harz bis in die Heide, sondern lässt auch die Verbindungen zwischen den Orten nachvollziehen.

Zeitfenster
An ausgewählten Standorten informieren neun Stelen über frühere Außenorte des Strafgefängnisses und machen diese somit wieder sichtbar. Die Leipziger Design-Agentur KOCMOC erhielt den Zuschlag für die Gestaltung der Stelen. Kernelement ist ein weitenwirksames "Zeitfenster", durch das Betrachter*innen auf den historischen Ort blicken.
Ein historisches Foto bzw. Dokument und ein Informationstext in deutscher und englischer Sprache stellen der Gegenwart den historischen Kontext gegenüber.

Publikation
Die neu gewonnenen Erkenntnisse zu den mehr als 70 Außenorten sind auch in einer aus dem Projekt hervorgegangenen Publikation in deutscher und englischer Sprache Fotos nachzulesen. Zahlreiche historische Dokumente, Fotos und Kartenmaterial geben einen Einblick in das breite Netzwerk der Außenorte. Die Broschüre können Sie in unserem Shop bestellen.
Kooperationen
Im Rahmen des Projekts arbeitete das Team eng mit Vertreter*innen der beteiligten Städte, ortskundigen Expert*innen, Kolleg*innen aus dem Gedenkstättenbereich sowie Archivmitarbeiter*innen zusammen. Wir möchten uns bei allen Beteiligten für ihre Kooperationsbereitschaft, die fachliche Unterstützung und ihr Interesse an der gemeinsamen Realisierung des Projekts bedanken.
Durch die Verbindung von Forschungs- und Bildungsarbeit, dezentrale Informationsstelen und eine interaktive Medienwand macht das Projekt "outSITE Wolfenbüttel" das Netzwerk des Strafgefängnisses wieder sichtbar und rückt es in das öffentliche Bewusstsein. Gleichzeitig leistet es einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Rolle von Justiz und Strafvollzug im Herrschaftssystem des NS-Staates und trägt somit zur Bildung eines kritischen Geschichtsbewusstseins bei.
Wir bedanken uns herzlich bei der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Die Braunschweigische Stiftung und der Stiftung Zukunftsfond Asse für die finanzielle Förderung und für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
