• Dachzeile Entschädigung von Justizunrecht in BRD und DDR

2x (Un)Recht?

© Jörn Jakob Peper - SNG

Das Projekt „2x(Un)Recht? Partizipative App-Entwicklung zu den Folgen von Entschädigung für NS-Justizverurteilte“ untersucht Entschädigungsleistungen für die Gruppe der NS-Justizverurteilten in einem Ländervergleich der BRD und DDR. Diese Verfolgtengruppe ist im öffentlichen Bewusstsein bislang kaum repräsentiert. Mit dem erweiterten Länderfokus wird wie im Projekt „Ewige Zuchthäusler?!“ die neue Forschungsfrage nach der individuellen Bedeutung von Entschädigung in den Blick genommen.

Interaktive Graphic Novel "Gegen Mauern. Vier Leben, vier Kämpfe"

Den Trailer zu unserer interaktiven Graphic Novel “Gegen Mauern. Vier Leben, vier Kämpfe” können Sie sich hier anschauen.

Ab sofort können Sie unsere interaktive Graphic Novel “Gegen Mauern. Vier Leben, vier Kämpfe” im Google Play Store und im Apple App Store herunterladen.

In der Sendung “Hallo Niedersachsen” von Dienstag, dem 03. Februar 2026, wurde über unsere interaktive Graphic Novel “Gegen Mauern. Vier Leben, vier Kämpfe” berichtet. Unter folgendem Link können Sie sich den Beitrag anschauen: Link.

Begleitende Veranstaltung und Presseinfos

Am 10. Dezember 2025 fand zum Launch der App “Gegen Mauern. Vier Leben, vier Kämpfe” eine Veranstaltung inklusive Podiumsdiskussion mit Angehörigen statt. Die vollständige Einladung zu der Veranstaltung finden Sie unter diesem Link und weiterführende Informationen in unserem Pressekit.

Außerdem finden Sie auf der Homepage von Pfeffermind - Gamification & Serious Games weiterführende Informationen zur App.

Über das Projekt

© Jörn Jakob Peper - SNG

Das Projekt „2x (Un)Recht?“ untersucht Entschädigungsleistungen für die häufig nicht beachtete Gruppe der NS-Justizverurteilten. Im Zentrum stehen Biografien von im Strafgefängnis Wolfenbüttel Inhaftierten oder Hingerichteten, die bzw. deren Familien nach der Befreiung in der Bundesrepublik und der DDR lebten. Dabei werden ihre Bemühungen um Entschädigung und Anerkennung systemvergleichend betrachtet. Das Projekt erweitert damit den Länderfokus des Projektes “Ewige Zuchthäusler?!”, das sich der gesellschaftlichen und individuellen Bedeutung von Entschädigung in Belgien, den Niederlanden und Norwegen widmete. Kooperationspartner sind Arbeit und Leben Niedersachsen und der Kunstverein Braunschweig e.V.

 

 

Forschung

© Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Im Mittelpunkt stehen die folgenden Forschungsfragen: Was sind die Folgen von NS-Haft und Verfolgung für die Betroffenen und ihre Familien? Wie unterschied sich der Umgang mit NS-Justizverurteilten in der Bundesrepublik von demjenigen in der DDR und was bedeutete dies für die Angehörigen? Wie wirkte sich die (fehlende) Anerkennung als NS-Verfolgte aus? 

Als ersten Schritt werden diese Forschungsfragen durch intensive Archivrecherchen, lebensgeschichtliche Interviews mit Angehörigen und der Auswertung von Nachlässen beantwortet. Das Pilotprojekt trägt damit dazu bei, eine bedeutsame Forschungslücke zu verringern. 

Vermittlungsangebote

© Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Aufbauend auf den Ergebnissen werden in einem zweiten Schritt Vermittlungsangebote entwickelt, die den Blick der Lernenden auf die Zeit nach der Befreiung erweitern sowie auf Kontinuitäten und Brüche lenken. Es entsteht eine interaktive Graphic Novel, die als App für Mobiltelefone oder Tablets kostenfrei downloadbar sein wird. Die im Stil einer Graphic Novel illustrierte App schafft einen ansprechenden und barrierearmen Zugang im Sinne einer „Bildung für alle“. Besonders ist zudem, dass die App im gemeinsamen Dialog mit Angehörigen und zwei Lerngruppen unseres Kooperationspartners Arbeit und Leben Niedersachsen entwickelt und erprobt wird. Durch diesen partizipativen Ansatz und das digitale Format ermöglicht sie einen individuellen Zugang für die intensive Auseinandersetzung mit Schicksalen und Biografien der ehemals Inhaftierten. 

Gedenkstätte Wolfenbüttel

  • Kontakt

    Sie wollen mehr über das Projekt erfahren oder haben weiterführende Informationen?

    Dann melden Sie sich gerne unter wolfenbuettel@stiftung-ng.de.

Das Projekt wurde von 2024 bis 2025 in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.

  • Bildungsagenda NS-Unrecht
  • Logo Arbeit und Leben Niedersachsen
  • Logo Projekt Zweimal Unrecht
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